Aus der Familie der Juglandaceae, der Walnussgewächse, auch Baumnuss genannt oder Welschnuss, manchmal hört man die Bezeichnung Persische Walnuss. 8 Gattungen mit 60 Arten, Nussfruchttragende, sommergrüne Bäume mit tiefem Pfahl-Herzwurzelsystem, aber auch als Sträucher.
engl. Walnut, altengl. Walhnutu = fremde Nuss
franz. noix, span. nuez, it. noce bianco, daen. Valnod, schwed. Valnot.
vertrocknetes Walnussblatt im Herbst (mit Flecken durch Gnomonia leptostyla).
Baumhöhe: bis 25m, nach 60-80 Jahren stoppt das Höhenwachstum
Alter: meist bis 160 Jahre, aber auch bis zu 600 Jahren sind dokumentiert.
blattloser Spross mit Knospenansatz im November.
Herkunft: Nordamerika und Asien, Persien, vermutlich über Griechenland, Frankreich und Italien nach Deutschland gekommen.
Verbreitung: Nordhalbkugel - Neue Welt + Alte Welt ! Kultivierung seit der Römerzeit, dokumentiert ab ca. 700v.Chr.
Blüte: zwischen April und Juni, auf jedem Baum männliche (bis 15cm lange Kätzchen) und unauffällige weibliche Blüten am Ende der Jungtriebe, Windbestäubung.
Nutzung: üppiger Fruchtertrag (Plumpsfrüchte) edler Holzertrag, Arzneilich (die gefiederten Blätter gegen Hauterkrankungen), als Öl.
Frucht Inhaltstoffe: sehr hoher Eiweis -und Fettgehalt, hoher Anteil an Linolsäure + Omega-3-Fettsäure, Tocopherole, Vit.-E, Zink, Kalium, Magnesium, Phosphor, Schwefel, Eisen, Vit.-A, B1, B2, B3, C, Pantothensäure, Gerbstoffe, Flavonoide, ätherische Öle, laktose-und glutenfrei.
Blätter: der Sud soll gegen Augenentzündungen und Hauterkrankungen helfen, schon von Pfarrer Kneipp empfohlen! Auch bei Haarausfall und Schuppen, Blutarmut, Darm-Lebererkrankungen, Achtung: Walnussblätter immer als einzige Zutat im Tee, Auszug oder Sud !!
Wirkungen: schützt vor Herzerkrankungen (ab 50g/Tag=1Handvoll), senkt den Cholesterinspiegel und schützt damit vor Arteriosklerose, hat den höchsten Anteil an Antioxidantien im Vgl. mit anderen Nussarten, Walnussöl gilt als äusserst wertvoll für die (Herz, Haut und Haare) Gesundheit! Ohne Gewähr !
Symbol der Fruchtbarkeit bei Hochzeitszeremonien der Römer, als Grabbeigaben oder Brandopferungen belegt, verschiedene religiöse Deutungen im Christlichen Glauben (positiv: Leib der Maria mit dem Fleisch Chisti im Inneren oder negativ: verpönt als Zeichen der Wollust und Sünde). Aufgrund der Ähnlichkeit der inneren Walnuss mit dem menschlichen Gehirn, glaubte man früher, der Walnussbaum trüge Weisheit in sich und gäbe sie an den Menschen weiter.
Sonstiges: Baum des Jahres 2008
Nussernte: die Walnüsse schnell einsammeln und trocknen (Sonne, nur lauwarmer Backofen, Heizung), sie beginnen im Inneren schnell zu schimmeln, kühl und trocken lagern, geschält eingefroren halten sie am besten!
Schnitt: Juli bis September
Copyright Text: Martina Weber, Wikipedia, walnuss.info, gartendatenbank.de, 55plus-magazin.de, focus.de, Bilder: Martina Weber