In beinahe jedem Garten und auf jeder Wiese wucherndes, strauchartiges, krautiges Pflänzchen mit typisch gekäuselten, leicht trichterförmigen Blättern (in denen sich so schön der Tau oder Regen sammeln kann) und winzigen gelbgrünen Blütentrauben (Thyrse) mit sternförmingen Einzelblüten (Honig- Käse- oder Pferdeapfelähnlicher Geruch). Unkompliziertes, unspektakuläres, aber auch dekoratives Gewächs, Zier- Heil- und Futterpflanze aus der Familie der Rosengewächse.
Verbreitung: Europa, Afrika und Asien, in lichten Wäldern, Gebüschen und auf Wiesen.
Herkunft: Karpaten, Kaukasus, Türkei
Sommergrüner Zwerg- und Halbstrauch, reich an Gerbstoffen, Bitterstoffen und ätherischen Ölen (Phytosterin, Glykoside, Saponine, Tannine).
Der Name Alchemilla wird von "Alchemie" = alter Zeig der Naturphilosophie, aus arab. 'alkemelych' abgeleitet. Die mittelalterlichen Alchemisten verwendeten den Tau, der sich auf den Frauenmantelblättern gesammelt hatte zur Herstellung des 'Stein der Weisen'.
Frauenmantel von der rockartig gekräuselten Form der Blätter (wie bei mittelalterliche Mariendarstellungen).
Weitere Namen: Alchemistenkraut, Liebfrauenmantel, Silbermänteli, Silberchrut, Zugmantel, Krausemäntelchen, Röckli, Hiadl, Dächlichrut, Regendächle, Taublatt, Taubecher, Tauschüsserl, Sintau, Schweinsrose, Gänselgrün, Löwenfußkraut, Gewittergras (die Pflanze 'schwitzt' bei herannahendem Regen), Ohmkraut, Mutterwurz, Allerfrauenheil, Wundwurz u.a. (v.a. Volksheilkunde).
Anwendungen in der Frauenheilkunde da krampflösend, blutbildend, beruhigend, zusammenziehend und tonisierend, bei Wechseljahrbeschwerden, PMS, Menstruationsschmerzen, als Milchbildungstee, als Sitzbad oder Waschungen bei Ekzemen u.v.m. Ein Frauenmantelbad soll angeblich die Haut am gesamten Koerper straffen!
Des Weiteren Anwendung u.a. auch bei Akne, Schnupfen, Diabetes, Nachtschweiss, Schlafstörungen, Halsentzündungen, Magenproblemen, Blähungen u.v.m. (ohne Gewähr!). Hildegard von Bingen schon empfahl den Frauenmantel als Heilpflanze, in der Schulmedizin ist er jedoch kaum anerkannt.
Erstmals beschrieben 1753 von Carl von Linne' in "Spezies Plantarum".
Blütezeit: Mai - September, verwendet wird das ganze Kraut besonders die Blütendolden.
Wuchshöhe: eher flach bis ca. 50 cm
Keine Verwendung in der Schwangerschafft !
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