Narcissus pseudinarcissus = gelbe Osterglocke
Verbreitungsschwerpunkt = Südwesteuropa und Nordwestafrika, ursprünglich: die Iberische Halbinsel.
mehr als 24.000 bekannte Kulturformen. Seit dem 16. Jh. wichtige Pflanze in der europäischen Gartenkunst.
Erscheinungsform: zwischen 5 cm (Narcissus asturiensis 5-8 cm) und der italienischen Narcisse, 80cm hohe Wuchsform. Meist gelb, gelb-orange oder cremeweiss (Narcissus cyclamineus) gelb-weiss, neuerdings aber auch in weiss-violett im Handel.
von griech. narkein = betäuben ( siehe Fremdwort "Narkose") abgeleitet vermutlich vom intensiven Duft der Dichternarzisse (Narcissus poeticus) oder weißen Narzisse. Besonders duftend als Züchtung: die weisse Cheerfulness White oder die Sir Winston Churchill.
(Narcissus pseudonarcissus)
Blüte: März bis Mai
Zwiebelgewächs, Frühblüher, Frühlingsblume, Gartenpflanze, Schnittblume.
Pflege: unkompliziert, bitte keine extreme Trockenheit und auch keine Staunässe.
Standort: gerne sonnig, aber auch Halbschatten.
Pflanzzeit: September/Oktober
Giftstoffe: in der ganzen Pflanze, vorwiegend aber in der Zwiebel vorhandenes Lycorin (je nach Art auch die Alkaloide Narcissin oder Galantamin) verursacht Überlkeit, Erbrechen, Lähmungen bis zum tödlichen Kollaps. Vorsicht: große Ähnlichkeit der Narzissenzwiebel mit der braunen Küchenzwiebel !! Auch das Blumenwasser ist dann vergiftet! (24 Std. ausschwemmen oder Holzkohle zugeben, wenn die Narzisse mit anderen Schnittblumen gemischt werden soll).
Bei häufigem Hautkontakt kann es zur sog. Narzissendermatitis kommen (Gärtner, Floristen). Auch tiergiftig, aber der Vorteil: kein Wühlmausverbiss !
Heilkräfte: schon im Mittelalter als Heilpflanze gegen Hauterkrankungen beschrieben. Heutzutage homöopathisch gegen Erkältung, Bronchitis, Keuchhusten (ohne Gewähr!).
Legendenumranktes Gewächs in der griech. Mythologie: Der Raub der Persephone, Die Sage von Narziss. Schon früh dokumentiert auch als altägyptische Grabbeigabe.
Wilde Narzissen stehen unter Naturschutz !
Copyright Bilder: Martina Weber Text: Auszug Wikipedia, Pflanzenkundelexikon