Aus der Familie der Stachelbeeren, Johannisbeergewächse (Grossulariaceae) beliebter aufrechter, sommergrüner und unkomplizierter Beerenstrauch, mit traubigem Blütenstand, ohne Stacheln, mit einer Wuchshöhe von 1-1,5 m, sie zählt zu den Nanophanerophyten (Überwinterungsknospen liegen über der Schneedecke, aber ragen nicht über die umgebende Vegatation hinaus). Seit dem 15.Jh. in Kultur.
(die Kelche sind an den Beeren noch gut zu erkennen)
Blütezeit: April - Mai
Die beliebten weiss-rosa (weiss ist eine Albinozüchtung) bis roten samenhaltigen Früchte sind zwar immer recht mühsam zu ernten, jedoch feinsäuerlichsaftig im Geschmack und als vitamin-C-haltiger (177-189mg/100g) Saft (auch Eisen, Kalium, Magnesium) oder fruchtiges Gelee sehr geschätzt (auch Bestandteil der roten Grütze). Die Blüten zählen ökologisch zu den nektarführenden Scheibenblumen mit Insektenbestäubung durch Hautflügler.
Standort: sonnig bis halbschattig, windgeschützt
Genannt auch Ahlbeere, Gichtbeere, Träuble, Kanstraube, Meertrübeli, Ribiseln, Riwesl, Zaufen, Santihansbeere, Hanstraube, Sant Johannis Trübelin.
Engl. red current, Lat. von Ribes (1753 erstveröffentlicht von Carl von Linné), aus dem arab. Ribas, einer im Libanon wachsenden Rhabarberart. Johannisbeere leitet sich her vom Tag, ab dem die meisten Sorten schon reif sind, dem Johannistag, der 24.Juni.
(Rotfärbung im Herbst)
weitere Inhaltstoffe und Wirkungen: Phenolsäuren, Flavonoide, ballaststoffreich, harntreibend, helfend bei Blasenleiden, Durchfall, Erkältungen, Halsentzündungen, Migräne (ohne Gewähr!). Frisch zerriebene Blätter helfen bei Mückenstichen.
Rückschnitt: bitte gleich nach der Ernte, Entfernung der 2-3 ältesten Haupttriebe vom Boden weg, Auslichtung der Seitentriebe.
(Überwinternede Knospen)
Copyright Bilder: Martina Weber, Text: Wikipedia, focus.de, heilpraxisnet.de,mein-schoener-garten.de, Martina Weber